Samstag, 5. Januar 2008

Happy New Year!

Happy New Year to everyone! Ich hoffe ihr hattet alle schöne Weihnachten und einen super guten Rutsch ins neue Jahr. Bei mir waren die 10 Tage einfach nur genial und deswegen werd ich jetzt versuchen mal noch einen kurzen Überblick zu verschaffen, auch wenn es extrem schwierig ist so viel Erlebtes kurz zusammenzufassen, aber die Bilder sind ja auch noch da ;-)
Aaaaaaaalso, ich bin ja dann am Samstag morgen noch einmal aufgebrochen um nach Qingdao zu fahren um von dort zu fliegen. Hat soweit auch alles geklappt, bis auf dass mich im Bus aufn Flughafen 4 Taschendiebe umzingelt hatten um entweder meinen ipod, mein handy oder mein Geld zu bekommen - hat nicht funktioniert. Am Flughafen hab ich mich dann ganz nett den ganzen Tag lang mit irgendwelchen Leuten unterhalten, mein Flieger hatte mal wieder Verspätung, dann sind wir auch noch erst nach Ningbo geflogen und mussten dort warten, weil auf einmal in Haikou schlechtes Wetter war. Das gute an der ganzen Geschichte, ich war nachts um 3, nach einer aufregenden Taxifahrt alleine als Mädel nachts, dann doch endlich im Hostel und ich habe sogar durch die ganzen Verspätungen 3 Mahlzeiten bekommen. Wer allerdings die Bilder anschaut sieht dass das nicht soooo der Renner war ;-)
Sonntag morgen hab ich mir dann gleich noch Haikou angeschaut, was sofot mit einer super Mopedfahrt (anstatt Taxen gibts auf Hainan mehr Mopeds) durch die Innenstadt angefangen und mit einem Besuch auf dem einheimischen Sonntagsmarkt aufgehört hat, was mal echt kein Vergleich zu Guangzhou war. Die Schlangen fand ich gar nicht so nett, naja, ich habs überlebt und hab dann noch gleich 3 Mädels kennengelernt, die auch nach Sanya wollten und so haben wir uns zu 4 ein Auto (inkl. Fahrer) gemietet und sind Richtung Süden und Erholungsurlaub losgebrettert :-)
Und ich muss echt sagen, die 2 Tage Anreise haben sich echt gelohnt, Sanya ist einfach nur herrlich. Es ist zwar schon eine Touristenstadt, vor allem mit vielen Russen und Chinesen, aber man kann ganz, ganz einfach den Massen entweichen und vor allem im Hinterland noch ganz ursprüngliche Fleckchen sehen. Witzigerweise waren in unserem Hostel fast nur Deutsche oder Schweden. Und das Hostel war echt genial. Peter, so heißt der Besitzer, war wie ein Familienvater und hat sich voll lieb um alle gekümmert. Wir haben uns echt sauwohl gefühlt und wollten eigentlich gar nicht mehr von da weg. Aber noch einmal zum Anfang zurück. Leider bin ich ja mit 2 Tage Verspätung angekommen, deshalb habe ich Sabrina leider nur noch 2 h gesehen, weil sie zurück nach Shanghai geflogen ist, da ihr Freund sie besuchen kam. Von Kristina war aber noch eine Freundin aus Peking mitangreist, mit Freund und dessen Freunden....und mit denen haben wir dann auch Weihnachten zusammen verbracht. Weihnachten waren wir im Paulener im Kempinski Hotel mit schöner Weihnachtsente und Rotkohl. War für chinesische Verhältnisse schon gut, aber nicht der Wahnsinnbrüller. Aber immerhin deutsches Essen zu Weihnachten, was echt gut gepasst hat zu den Palmen und dem Strand :-)
Die darauffolgenden Tage haben wir dann immer kleinere Ausflüge gemacht, wie z.B. in die berühmte Yalong Bay, in der die ganzen Resorthotels liegen. Das einzig Besondere waren nur die Bauarbeiter, die sich alle hinterm Bauzaun versammelt hatten und mit dem Fernglas unseren Bräunungsvorgang beobachtet haben. Generell sind die Strände in China einfach extrem unterhaltsam, man sieht so allerhand, von Gesichtsmaske, über Schwimmring bis hin zum Einheitshawaiihemdenlook. Einmal ist sogar eine ganze Firma angereist und jede Abteilung hatte Hawaiihemden und -shorts an, aber immer in einer anderen Farbe. Echt der Brüller.
Einen Tag waren wir dann auch auf der Affeninsel, die echt voll schön ist, also landschaftlich mein ich. Die wilden Affen sind auch putzig, nur leider befinden wir uns in China und deshalb gibt es so blöde Sachen, wie Affenmotorradshows oder Affen, die Flaggen hochheben, wenn Chinesen ein Bild von sich mit den Affen machen wollen. Und die waren eben alle angekettet. Zum Glück sind die ganzen Tourigruppen da schön durchgeschleust worden, deswegen haben Kristina und ich ein schönes ruhiges Grassfleckchen ausgemacht auf dem wir uns ausgeruht haben (man beachte, dass ich seit über 4 Monaten kein richtiges Gras gesehen habe). Dummerweise war grad irgendwie so eine Show zu Ende und auf einmal sind ca. 60 Chinesen rechts und links an uns vorbeigeströmt, was natürlich zu Aufregung gesorgt hat und es hat keine Minute gebraucht bis die ersten Bilder von uns gemacht wurden. Also hab ich mein Handy gezückt und Kristina ihre Kamera und wir haben uns alle gegenseitig fotografiert, sehr lustig :-)
Am Tag danach haben wir einen Ausflug zur Shimei Bay gemacht und das war der absolute Traum. Kilometerlangen Sandstrand mit insgesamt nur 6 Leuten und traumhafter Kulisse. Da waren wir zusammen mit Sabine, der Freundin von Kristina und sie hatte Nikolausmützen dabei, mit denen wir dann ein Fotoshooting am Strand unter Palmen gemacht haben.....Aber nicht nur der Strand war super genial, sondern auch die Fahrten jeweils zu unseren Ausflügen. Wir können echt nicht sagen, dass wir irgendein Fortbewegungsmittel ausgelassen hätten: von Luxusliner, über Drike, über völlig überfüllten Localbus bis hin zum Trampen. Wobei das Trampen nicht beabsichtig war. Wirklich! Wir hatten vor den Bus, der uns zum Schmetterlingstal gebracht hat, einfach wieder zurück zu nehmen. Auf der Hinfahrt wurden wir am Highway Exit rausgelassen und uns wurde gesagt an der gleichen Stelle wieder um 18 Uhr zurück. Der Bus kam auch pünktlich und ist auch langsamer geworden, nur hat er leider danach wieder beschleunigt und weg war. Ein Einheimischer hat uns dann in seinem Jeep mitgenommen (war auch das einzige Auto weit und breit) und uns erklärt, dass der Bus nur auf der Hinfahrt hält, nie auf der Rückfahrt. Kann mir einer mal diese Logik erklären??? TIC = This Is China.
Der Ausflug ins Schmetterlingstal war aber auf jeden Fall auch der Hammer, auch wenn wir wenige Schmetterlinge gesehen haben, dafür umso mehr Urwald. Es war ein riesen Naturschutzgebiet, was echt wahnsinnig schön war und da wir mal wieder in China sind und die meisten chinesischen und russischen Touristen lieber am Strand sich tummeln, waren wir außer einem anderen Pärchen die einzigen Touristen. Aber ihr seht ja auf den Bilder, wie traumhaft es dort war.
Tja, leider war das auch unsere letzte Nacht dann in Sanya, am Samstag sind wir dann ins Landesinnere aufgebrochen um zu dem berühmten Wuzhishan zu fahren. Auf den Berg sind wir dann nicht hoch, weil er in den Wolken lag, dafür haben wir aber die umliegende Landschaft erkundigt, weil der Ort Wuzhishan nämlich die Hochburg der Minderheiten ist. Das hat man allein schon daran gemerkt, dass wir um 19 Uhr beim Abendessen die Ersten waren und nicht wie sonst die Letzten. Wir waren auch todmüde und wollten deshalb auch etwas früher ins Bett. Wir haben aber nicht mit der Feierlaune der Minderheiten gerechnet, die die ganze Stadt unterhalten haben, also haben wir uns wieder angezogen und sind auch noch mal durch die Gassen gestreift :-)
Der Sonntag war leider dann auch unser letzter Tag auf Hainan, weil wir Montag früh morgens geflogen sind. Geplant war eigentlich ein relaxter Strandtag nochmal zum Abschluss, leider haben wir nicht damit gerechnet, dass 300 km nördlich von Sanya anderes Wetter sein könnte und es minimal zu kalt sein könnte um zu baden. Daraufhin sind wir in den Park am Meer gegangen und haben den Chinesen beim Drachsteigen zugeschaut bis auf einmal 4 chinesische Jugendliche kamen und uns ihre Drachen geschenkt haben. Wir wussten gar nicht, wie uns geschieht, weil wir auch keine Ahnung hatten, welche von den vielen Drachen am Himmel unsere sind. Also haben wir angefangen die Schnur aufzurollen, tja, und da saßen wir dann ne halbe Stunde und haben aufgerollt. Da wurde uns auch klar, wieso wir die Drachen geschenkt bekommen haben. Anscheinend ist es witziger 100 m Leine abzurollen, als wieder aufzurollen. Ich war immerhin erfolgreich und hatte meinen Drachen, nur Kristina hat leider beim Aufrollen einen kleinen crash gehabt, woraufhin sie ihren Drachen irgendwo im Baum verloren hat....
Erstaunlicherweise hat dafür aber am nächsten Tag unser Flug nach Shanghai super geklappt, sofort rein in Flieger, Start, Landen. Ich hatte ja schon Angst wir würden Silvester aufm Flughafen in Haikou verbringen, nach meiner Erfahrung auf dem Hinflug. In Shanghai haben wir uns dann erstmal ein bißchen in Kristinas und Sabrinas suuuuuuuuperschöner Wohnung ausgeruht, sind noch im deutschen Supermarkt für den Brunch am nächsten Tag einkaufen gegangen und dann haben wir uns auch schon für die Feier gerichtet.
Wir sind zusammen mit Sabrina, ihrem Freund, Julia, Mellie, ihr Freund, Kristine (auch aus unserem Studiengang, ein paar Semester über uns), ihrem Freund, einer chinesischen Freundin von ihr und noch ein Freund Tepaniaki essen gegangen. Wir haben uns dafür entschieden, weil es ein bißchen wie Raclette nur ohne Käse ist. Man sitzt zusammen um eine heiße Platte und dann kommt der Koch und brutzelt vor deinen Augen, was du gerade willst. Und das ganze für 16 Euro all you can eat and drink. Leeeecker, Japanischer Pflaumenwein. Der Koch hat dann auch ein bißchen mit uns mit getrunken :-) Danach hat sich unsere Gruppe getrennt, weil ein paar gleich in einen Club wollten und wir aber noch zum Bund. Leider haben wir nicht mit einem Massenandrang auf den Bund gerechnet, was zu enormen Stau geführt hat und wir deswegen Mitternacht mit unserem lustigen Taxifahrer auf der Ringstraße in Shanghai verbracht haben. Da es sowieso kein Feuerwerk gab, war es so am Besten. Weils lustig war und warm ;-) Wir sind aber trotzdem noch zum Bund um ein paar Wunderkerzen anzuzünden und dann weiter in einen ehemaligen Luftschutzbunker zum Feiern.....
Tja, und nach einem schönen gemütlichen Brunch mit den Mädels bin ich abends in meinen Zug nach Jinan gestiegen, hab ausgeschlafen und war am nächsten Morgen um 7 Uhr in Jinan, pünktlich zur Uni :-)

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