Montag, 28. Juli 2008

Letzter Eintrag von China aus!!!

So, jetzt ist es bald so weit. Ich fliege in 2 Tagen wieder zurück nach Deutschland und schließe somit mein Jahr in China ab. Viele Eindrücke, Gefühle und Emotionen begleiten mich in meinen letzten Tagen hier in China tagtäglich. Nachdem ich letzte Woche ja noch einmal eine Woche auf Reisen war. Erst über´s Wochenende mit James, einem Freund von mir aus der amerikanischen Highschool-Zeit, Dominik und Stefan nach Beijing, da die 3 dort noch nie waren. Dominik und Stefan mussten dann wieder zurück nach Hangzhou zum Arbeiten, wohingegen James und ich weiter nach Guilin, ganz im Süden, geflogen sind um uns die Karstberge bei Yangshuo und die Reisfelder in Dazhai anzuschauen. Ich muss schon sagen, es waren beeindruckende Tage, da der Süden Chinas noch einmal komplett anders ist. Tja, am Freitag sind wir dann nach 21 h Zugfahrt wohlerhalten wieder in Hangzhou angekommen, ich abends noch auf eine Geburstagsfeier, James ist am Samstag morgen wieder nach Hause geflogen und dann hab ich die letzten 2 Tage damit verbracht meine Sachen zu packen (meine Güte, hat sich bei mir im letzten Jahr viel angesammelt) und noch einmal schön zu entspannen, wie z.B. gestern in den Bergen Hangzhous in der Poolanlage in einem Resort Hotel. Ja, ich weiß, typisch Alexandra, dass ich es mir noch einmal so richtig gut gehen lasse ,-) Heute steht noch Kleinkrams zu erledigen auf dem Programm, gegen Nachmittag dann nochmal eine entspannte Massage ;-) und heute abend geh ich mit Olcay, Baris, Stefan, Simone und Dominik noch einmal schön Teppanyaki essen um morgen ausgeschlafen und frisch gestärkt gegen Mittag den Zug nach Shanghai zu nehmen, noch einmal durch die Taikang Road schlendern und dann am Mittwoch morgen um 7:15, inschallah, den Flieger erst nach Dubai und dann nach Frankfurt zu nehmen! Geplante Ankunftszeit 19:20!!!! Ich freue mich auf euch, meine Familie, Deutschland, mein Rennrad, mit den Mädels Rudern zu gehen, Konstanz, deutsches Essen, einfach auf alles!
Bis bald!!!!!!!

Dienstag, 8. Juli 2008

Inselabenteuerwochenende ;-)

Viele Eintraege werden es jetzt nicht mehr werden. Ich hatte das letzte Mal ja auch angekuendigt, dass es auch keine langen Eintraege mehr geben wird, aaaaaaaaaber ich muss einfach von vergangenem Wochenende berichten ;-)

Also, zusammen mit 3 Kollegen und noch einer Praktikantin haben wir uns am Freitag nach Feierabend mal wieder einer chinesischen Reisegruppe angeschlossen und uns auf den Weg nach 渔山岛 (Yushan-Insel) gemacht. Das ist eine 2,5 qkm kleine Insel, mit 130 Einwohnern, am Weitesten weg gelegen vom Festland. Sprich man muss 3 h mit’m Boot rausfahren. Tja, und da es eben eine sehr kleine, besondere, touristisch nicht sehr erschlossene kann man nicht mal eben mit einer normalen Passagierfaehre rueberfahren, wie nach Putuoshan zum Beispiel, sonder.....und jetzt kommts: haben wir nach 4 h Busfahrt Freitag nacht gegen 00:30 einen Schrottdampfer bestiegen. Ich dachte, wir klettern nur ueber dieses Schiff, weil dahinter unser richtiges liegt. Tja, dem war nicht so. Begruesst hat uns der „Matrose“ in Unterhose und sonst nichts und gebeten Platz zu nehmen. Tja, wo setzt man sich denn hin auf einem mit Schrott beladenen Schiff? Eines muss dich da den Chinesen echt lassen, sie sind erfinderisch, was die Sitzmoeglichkeitsbeschaffung angeht und halten zusammen. Schwupps die wupps hatte jeder irgendeine Unterlage unterm Hintern und alle Rucksaecke waren auch im Trockenen verstaut. Das naechste Problem war der starke Wind und darauffolgende starke Seegang. Heiligs Blechle, eigentlich hab ich ja einen robusten Magen, aber den Wellen hat der leider nicht standgehalten, nur gut, dass es nicht nur mir so ging. Gegen 3 Uhr sind wir dann auf der Insel angekommen, noch kurz zum „Campingplatz“ (inmitten einer herrlichen gruenen Landschaft ein Betonquadrat) gelaufen, haben unsere Zelte aufgebaut und waren dann gegen vier/halb fuenf in unseren Schlafsaecken. Nur leider war uns kein langer Schlaf gewaehrt, da die Sonne um 6:30 schon so stark auf unser Zelt gebrutzelt hat, dass wir aufstehen mussten. Die Sonne war echt ein erstaunliches Phaenomen. Ich habe mich ca im 1/2-Stundentakt eingecremt, ab 10:30 im Schatten gewesen und hab trotzdem einen leichen Sonnenbrand davon getragen. Tagsueber haben wir geangelt (die Jungs mehr als wir Maedels), sind geschwommen und haben gefaulentz. Nachmittags noch ein kleines Inselspaziergaengchen und abends......da kommt das naechste Problem.....haben wir noch den Sonnenuntergang angeschaut. Bis wir aber geduscht waren, war es schon 8 Uhr am Abend und da gab es leider in keinem Restaurant (es gab nur 4) ueberhaupt kein Essen mehr. Wir sind in alle Speisekammern gefuehrt worden und haben insgesamt nur eine einzelne Aubergine, ein Ei und ein paar Muscheln vorgefunden. Die Jungs hatten Gaskocher und Nudeln dabei, deswegen meinten sie, dass sie dann wohl oder uebel doch kochen werden. Wir beiden Maedels hatten aber ausser trockenes Baguette nichts mehr dabei und wollten den Jungs auch nicht das Essen wegessen, haben uns also nochmal auf die Suche nach der Aubergine, dem Ei und den Muscheln gemacht. Und wie es der gute Zufall will, haben wir im Dorfsupermarkt (der im Wohnzimmer von einer Familie zu finden war) Getraenke eingekauft und die Nachbarin meinte, Maedels, habt ihr schon gegessen? Tja, und da haben wir die Reste des 12-Gaengeabendessens der Familie zu Essen bekommen. Geld wollte sie dafuer nicht, da sie Christin ist und aus Naechstenliebe handelt.

Am Sonntag haben wir nochmal eine Inselrundtour gemacht und sind dann abends ueber das gleiche Schiff zurueck (diesmal mit viiiiiiiiiiel weniger starken Wellen), wieder 4 h Busfahrt wohlbehalten in Hangzhou angekommen. Etwas schmutzig, aber saumaessig gluecklich ueber das super erholsame und eindrucksvolle Wochenende mit unseren Kollegen!

Der Trip war deshalb so besonders fuer mich, weil es erstens einer meiner letzten Ausfluege hier fuer mich war und zweitens China und die Chinesen sich noch einmal von einer sehr, sehr schoenen Seite gezeigt haben (als ob mir jemand hier den Abschied noch schwerer machen will!?). Die Landschaft war einfach traumhaft (siehe Bilder im Webalbum) und ich habe in dem ganzen Jahr an einem Wochenende nicht so viel geballten Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft erlebt wie an diesem einen Wochenende. Die Inselbewohner, meine Kollegen, der Rest der Reisegruppe, die Reiseleitung, einfach alle.......da startet man einfach gut in die vorletzte Arbeitswoche!

7 more days at Bosch!, 23 more days in China! Hilfeeeeeeeeee!

Dienstag, 17. Juni 2008

Letzte Eintraege - kurz aber schmerzlos :-)

So, meine Abreise rueckt immer naeher und damit werden meine Eintraege auch immer kuerzer, weil ich den Grossteil von euch dann sowieso bald wieder sehe und "live" berichten kann. Jetzt nur ein kurzes update ueber meine letzten Wochen:
Vorige Woche war am Montag frei, da an diesem Wochenende Drachenbootfest war, und damit war natuerlich wieder eine Moeglichkeit da die Koffer zu packen. Stefanie, Simone, Dominik und mich hat es diesmal in das schoene Xiamen gezogen. Gelegen auf chinesischem Festland gegenueber von Taiwan mit einem sehr angenehmen Klima. Es war fuer 3 Tage die perfekte Kombination zwischen netter Stadt, ruhiger vorgelagter Insel und Seele baumeln lassen am Pool und am Strand........Leider, wie es immer ist, gingen die 3 Tage viiiiiiiiiiel zu schnell vorbei und inzwischen sieht man sogar fast nichts mehr von der Farbe, die ich abbekommen habe. Letztes Wochenende hat dann Olcay, mein Mitbewohner, sein Geburtstagsgeschenk bei mir eingeloest und wir haben Chris in Nanjing besucht. Hmm, von Nanjing haben wir eher weniger gesehen, dafuer die Bars von innen :-) Muss auch mal sein. Die Memorial anlaesslich des Nanjing Massakers war dennoch beeindruckend!
So, und dieses Wochenende fahr ich noch ein letztes Mal ins 1200 km entfernte Jinan, wo ich letztes Jahr studiert habe, um mich endgueltig zu verabschieden. Wird anstrengend, da eine Strecke 11:50 Zugfahren bedeutet und Sonntag mal wieder nur noch Sitzplaetze frei sind, aber ich LIEBE JA ZUG FAHREN IN CHINA!!!!

Dienstag, 27. Mai 2008

60. Geburtstage sind spannender als Hochzeiten in China

Ok, der Titel ist ein wenig übertrieben, aber leicht erstaunt bin ich schon angesichts der Hochzeit letztes Wochenende. Wir sind also püntklich um halb sechs in dem Hotel außerhalb Hangzhou´s angetanzt, dort wartete auch schon das Brautpaar in der Loby um Bilder zu machen, wie man den Geldumschlag (natürlich in rot!) überreicht und dann zum Sitzplatz gebracht zu werden. Erstaunlich war hier schon einmal, dass unsere zwei Jungs (Olcay und Dominik) schicker angezogen waren als der Bräutigam, nämlich MIT Krawatte. Ok, immerhin die Braut war schicker als wir Mädels, nämlich im weißen Brautkleid :-) Um sechs Uhr hat dann der Brautvater seine Tochter in den Raum geführt, dort dem Bräutigam übergeben und dann hat Olcay Pfarrer gespielt und die beiden zu Mann und Frau erklärt. Das war sehr rührend, weil es nicht einmal einen Kuss gab, sondern eher eine plumpe Umarmung. Dann wurden Kerzen in Herzform angezündet und die Braut ist wieder gegangen und wir haben angefangen zu essen. Das Essen war zweilagig aufeinander gestapelt, echt der Wahnsinn, soviel kann man gar nicht essen. Und dann auch noch so Spezialitäten wie Schildkröte, echt der pure Wahnsinn. Während des Essens kam dann die Braut wieder zurück, diesmal im chinesischen roten Hochzeitskleid, mit Ehemann an einer roten Schnur hinter her. Daraufhin wurde zweimal in Richtung der Eltern bedankt, Hochzeitstorte angeschnitten, an jedem Tisch Aufgaben gelöst und wenn nicht bestanden dann Schnaps mitgetrunken. Tja, und dann war´s das auch schon. Um 20 Uhr standen wir wieder vor der Tür. Echt der Wahnsinn. Ich hab mich auf eine lange Nacht (für chinesische Verhältnisse) eingestellt und was war, wir waren fertig vor wir in Deutschland überhaupt mit dem Abendessen anfangen. Da haben meine Kollegen am Abend vorher beim "normalen" gemeinsamen Abendessen ja länger durchgehalten; da war ich erst um kurz vor zehn zu Hause, nachdem alle sturzbesoffen nach Hause getorkelt sind.........China, ich sag´s euch, ein jeden Tag auf neues erstaunliches Land und zur Zeit vor allem richtig, richtig heiß und schwül. Wir haben nachts um 24 Uhr noch über 20 Grad und mind. 70 % Luftfeuchtigkeit, zum Glück hab ich recht früh mit meinem Praktikum angefangen, da bin ich grad richtig froh drum! Aber jetzt dann gute Nacht Freunde :-)

Dienstag, 13. Mai 2008

Wo soll ich anfangen?

Wo soll ich anfange? tja, das ist eine gute Frage, denn es ist super viel passiert hier in China - so kommt es mir zumindest vor, auf der anderen Seite geht auch alles seinen gewohnten Gang. Ich arbeite, reise, shoppe........undundund. Ich glaube ich habe das letzte Mal vor dem Besuch von meiner Tante und meinem Bruder geschrieben. Tja, seitdem hat sich viel geändert, vor allem aber das Wetter hat sich geändert. Es ist nämlich inzwischen richtig warm. Als die Beiden kamen hat man abends schon noch eine Jacke gebraucht und auch tagsüber war es nicht schlecht einen Joker immer noch mit dabeizuhaben, tja, das hat sich geändert. Sooooooooommerfeeling! Der Wahnsinn - man kann abends noch im Pulli, manchmal sogar im T-Shirt, noch vors Haus. Leider ist es dafür tagsüber teilweise schon brütendheiß, weswegen im Büro die Klimaanlagen schon auf Hochtouren arbeiten, aber da ich ja sowieso den ganzen Tag arbeite ist es für mich dann doch auch nicht so schlimm. Wir sollten das Wetter hier auf jeden Fall genießen, solange es noch angenehm warm ist, denn bald soll es richtig, richtig heiß werden. Aaaaaahhh. Unter der Woche haben wir Hangzhou auf jeden Fall unsicher gemacht, mal die Beiden alleine, mal mit mir zusammen, weil ich mir Urlaub genommen habe. Am ersten Wochenende sind wir dann auf Putuoshan gefahren, das ist eine Insel, ca. 250 km von Hangzhou entfernt. Sie ist das Rom der Buddhisten, dementsprechen war auch viel los auf der kleinen Insel. Denn neben 3 super Tempeln gibt es auch noch super schöne Strände dort, weswegen 50 % Pilger und 50 % Touristen dort unterwegs sind. Aber obwohl viel Menschen unterwegs waren konnten wir doch super abschalten, die Sonne, den Strand, das Meer, die Tempel - einfach die gesamte Atmosphäre - bestens genießen und waren dann zurück in Hangzhou doch ein wenig geschockt angesichts der vielen Autos ;-)
Am Mittwoch darauf sind wir dann schon nach Shanghai gefahren, da die Beiden am Samstag von Shanghai aus geflogen sind und wir somit noch ein paar kg shoppen konnte, vor allem mein Bruderherz, der sich sichtlich wohl gefühlt hat im Shopping-Mekka Shanghai. Leider war der allerletzte Tag nicht ganz so schön wie er geplant war, da wir schlechte Nachrichten von unserem Haus in Reutlingen erfahren haben und auf meinen Bruder eine ganze Menge Arbeit gewartet hat und immer noch wartet. Dennoch waren es super schöne 2 Wochen mit den Beiden in Hangzhou und ich habe am ersten Tag alleine mich auch gleich gewundert, warum ich morgens keine Tassen mehr hatte, weil noch nicht abgespült war :-) Besuch bekommen ist schon etwas tolles.......tja, danach hieß es auf jeden Fall gleich in die Vollen zu steigen, da wir eine 6-Tages-Woche hatten, weil wir am 2. Mai als Brückentag frei bekommen haben, dafür aber am Sonntag antanzen mussten. Naja, ging auch irgendwie rum, gerade geht die Zeit eh viel zu schnell rum. Das letzte Wochenende haben wir Praktikanten dann aber wieder einen Ausflug mal wieder unternommen, diesmal in die herrlichen Yellow Mountains, von denen es heißt, dass wenn man da war auf die ganzen restlichen Berge in China verzichten kann :-) Ob das wirklich so ist....hmmm, dafür bräuchte ich noch ne Weile hier um das selbst zu überprüfen, schön waren sie aber auf jeden Fall. Auch wenn es super anstrengend war 5 h lang Treppen hochzulaufen und das noch mit einer Million Chinesen und vor allem Koreanern. Da musste man um seinen Platz auf dem Weg teilweise schon aktiv kämpfen......der super Sonnenuntergang und Sonnenaufgang haben aber für alle Mühen super entschädigt, vor allem wenn man bedenkt, dass man nur an 20 % aller Tage den Sonnenaufgang sieht. Wir sind einfach Glückskinder. Bilder werd ich bald möglichst in Picasa noch hochladen, ein Traum sag ich da nur!!!!
Tja, was steht sonst noch an: übermorgen erstmal der Geburtstag von meinem Mitbewohner - morgen reinfeiern in der Maya Bar - übermorgen Teppanyaki essen - übermorgen clubben....man merkt, dass er türkischen Ursprungs ist, 3 Tage lang feiern :-) Am Wochenende werd ich wieder Besuch aus Nanjing und Shanghai bekommen und ich werd versuchen endlich mal wieder den Schneider hier aufzusuchen, da ich mal wieder ein Wochenende in Hangzhou bin, sonst schaff ich das ja gar nicht mehr vor ich geh. Nein, das ist übertrieben, ein bißchen bin ich noch hier. Aber ich habe heute mal ausgerechnet, dass ich nur noch 11 Wochenenden in China habe und das ist schon nicht allzu viel. Nächstes Wochenende bin ich auf ner Hochzeit eingeladen, dann will ich noch Julian in Dalian besuchen, bekomm Besuch aus Jinan und Amerika und und und. Wie ihr seht langweilig wird mir immer noch nicht und ich genieße meine "letzte" Zeit in China!

Samstag, 19. April 2008

B-Day - chinese version

Nachdem letztes Wochenende ja mein Geburtstag eher typisch deutsch gefeiert wurde, habe ich meine chinesische Geburtstagsfeier heute abend nachgeholt. Zuerst habe ich meine Kollegen gleich nach der Arbeit zum Essen eingeladen, was freundlicherweise Xu Jia organisiert hat. Tja, deshalb gab es dann auch Entenzunge, Hühnerkrallen, Schweinedarm etc......ich muss aber ehrlich gestehen, es hat alles sogar geschmeckt. Es ist eine reine Kopfsache, auf jeden Fall aber eine Erfahrung ;-) Nachdem es aber dann auch noch ganz viele andere "normale" leckere Sachen gegeben hat, haben wir uns auf den Weg ins KTV (=Karaoke) gemacht. Wo meine Kollegen voller inbrunst losgelegt haben, während ich mich dann doch dezent zurückgehalten habe......tja, und nachdem sich nach dem Essen schon ein Kollege verabschiedet hat, weil er zu betrunken war, hat sich unsere Runde um halb elf dann auch aufgeloest, weil dann alle fix und fertig waren. Und deswegen schaff ich es jetzt noch meinen blog zu aktualisieren, vor die Steffi morgen früh um 8 kommt um mich einen Tag in Hangzhou zu besuchen, ich dann nachmittags nach Shanghai fahre, damit ich am Sonntag morgen pünktlich um 7 am Flughafen Pudong stehen kann um meinen Bruder und meine Tante abzuholen.........nächste Woche wird arbeitstechnisch dann voll relaxt, da ich meinen kompletten Urlaub (2,5 Tage) nehmen werde um mehr Zeit für meinen Besuch zu haben. Wenn mein Besuch dann am 3. Mai wieder geht fängt die harte Zeit an mit genau Halbzeit an meiner Arbeit, aber keinem Urlaub und nur noch 1 Feiertag..........aber dafür werden dann die Wochenenden wieder aktiver genutzt um die Umgebung zu erkunden, im Mai sind erstmal die Yellow Mountains dran, dann noch einmal Nanjing und Anfang Juni, wenn alles klappt, werde ich Julian in Dalian einen Besuch abstatten. Sprich, langweilig wird mir hier definitiv nicht..........;-)

Sonntag, 13. April 2008

Happy Birthday Fatma

Sonntag abend, halb elf Ortszeit, ich komm gerade mal wieder ausm Fitnessstudio und hab noch keine Lust ins Bett zu gehen, deswegen aktualisier ich mal wieder meinen blog und berichte vom Geburtstagswochenende, was eigentlich noch nicht wirklich vorbei ist, da kommenden Freitag noch ein letztes Mal mein Geburtstag gefeiert wird, dann aber mit meinen Kollegen. Dieses Wochenende habe ich rein- und rausgefeiert mit meinen Mitpraktikanten und Kristina, Anne, Judith und Markus aus Shanghai. Aber nochmal von vorne. Nachdem mich letztes Wochenende, Kristina war zu Besuch, ein wenig arg mitgenommen hat und ich daraufhin prompt krank wurde, habe ich mich gerade noch rechtzeitig zu meinem Geburtstag wieder erholt um am Freitag abend mal wieder Teppanyaki essen gehen zu können und danach im "Devils Kiss" in meinen Geburtstag reinfeiern zu können. Es war echt super lustig, nur waren wir irgendwie etwas müde, so dass wir schon um 4 im Bett gelandet sind. Der nächste Morgen war dann der absolute Hammer, mein Geburtstagsgeschenk war nämlich ein Fressalienkorb ausm City Shop in Shanghai mit deutschem Brot, Gouda, Brie, Salami, Oliven und das allerbeste OLIVENÖL und BALSAMICO. Das ist echt der Wahnsinn, jetzt schmeckt mein Tomatensalat um Welten besser!!! Auf jeden Fall haben wir dann ausgiebig gefrühstückt, was für mich echt wie Weihnachten und Geburtstag zusammen war und danach haben wir uns noch 2 Stündchen an den West Lake zum Spazieren gehen aufgemacht um Fotoshooting a la Chinese zu machen, dh immer schön romantisch an die Blumen lehnen, immer das V-Zeichen und möglichst steif ;-) Aber nicht nur wir hatten unsere Spaß, vor allem auch die Chinesen, die ihr Glück kaum fassen konnten, uns Westler in den Posen fotografieren zu können, die sie selber so toll finden. Kurz und gut, alle hatten ihre Freude. Leider war es dann doch etwas stressig, wieder zu mir nach Hause zu kommen, da absolut keine Taxen mehr frei waren, also sind wir auf einem Motorrad/Dreirad-ähnlichem Gefährt nach Hause getuckert, wobei Kristina an jeder Kreuzung absteigen und laufen musste, aus welchen Gründen auch immer......Abends haben wir dann alle bei uns auf der Dachterrasse gegrillt, wobei die Rollenverteilung wieder eindeutig war. Die Jungs haben (versucht) zu grillen und wir Mädels haben Kartoffelsalat, Tomatensalat, Nudelsalat, Knoblauchbaguette und Folienkartoffeln zubereitet. Nach dem Grillen sind wir dann noch in Max Club weitergezogen und wieder um Punkt 4 im Bett gelandet :-)
Heute haben wir natürlich wieder nach gemütlichem Ausschlafen super gefrühstückt, dann unsere Bilder von gestern angeschaut, gemütlich geshopppt und dann mussten die beiden Mädels auch schon wieder zurück nach Shanghai und ich wie gesagt ins Fitnessstudio. Tja, so schnell kann ein super schönes Wochenende vorbei gehen. Ich hatte einen wunderschönen Geburtstag und kann dennoch gut erholt morgen in die neue Woche starten und mich auf Freitag auf den Abend mit meinen Kollegen freuen.......und wer jetzt noch neugierig ist, wieso mein Titel Happy Birthday Fatma lautet, tja, also, wir haben es hier ja so mit unseren Spitznamen. Mein
Mitbewohner heißt ja eigentlich Olcay, wir nennen ihn aber Boris (lange Geschichte wie wir darauf kamen), dann kam aber ein Neuer, der Baris heißt, was ich aber zu ähnlich an Boris fand und da wurde kurzerhand beschlossen, dass er von nun an Hans heißt (Anmerkung: Er ist aber Türke, wo dann Hans schon komisch klingt). Und da vor allem ich ihn immer Hans gerufen habe, hat er eines Tages angefangen mich Fatma zu nennen (weil ich eben keine Türkin bin). Der Name hat sich zwar nicht wirklich durchgesetzt, ich werde eher Roomie genannt, was von dem Wort Roommate und von Olcay kommt, trotzdem haben sich aber die Jungs und Mädels hier sich zusammengetan und haben mir ein Foto geschenkt auf dem jeder von ihnen ein Buchstaben in der Hand hält und zusammen gesetzt ergibt es dann: HAPPY BIRTHDAY FATMA